Ärztehaus Kornwestheim Gemeinschaftspraxis für urologie

Laserzentrum

Laser-Spermatozelenoperation

Spermatozelenoperation in Lasertechnik / Spermatozele (Zyste am Nebenhoden)

Bei der Spermatozele handelt es sich um eine zystische Erweiterung der Samenwege,  beginnend am Nebenhoden zum Samenleiter. Diese zystischen Strukturen haben meist kommunizierende Kanälchen zu diesen Samenwegen. Spermatozelen treten oftmals gekammert auf. Die Spermatozele tritt mit zunehmendem Alter vermehrt auf. In Untersuchungen zeigt es sich, dass bis zu 7 % der Männer eine Spermatozele aufweisen.

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03_01_12

 

Ursachen

Eine Spermatozele kann traumatisch (Schlag auf den Hoden und Samenwege) verursacht werden. Desweiteren werden Reste des Müllerschen Ganges, beschädigte Hodentubuli, welche kleine Fisteln zum Nebenhodenkopf bilden, als ursächlich diskutiert. Erweiterte oder blind endende Nebenhodenkanälchen werden ebenfalls für ursächlich gehalten. Spermatozelen sind in der Tunica vaginalis gelegen (intravaginal) oder außerhalb (extravaginal). Die extravaginale Position ist eindeutig die häufigere. Bei Azoospermien finden sich vermehrt Spermatozelen.

Diagnostik

Beim Betrachten zeigt sich meist eine Schwellung im Bereich von Hoden und Nebenhoden. Beim Betasten lässt sich eine kugelig runde Raumforderung  meist vom Hoden abgrenzen. Sie ist meist oberhalb des Hodens gelegen. Mittels Sonographie lässt sich die Diagnose Spermatozele meist bestätigen und von der Hydrozele und vom Hodentumor abgrenzen.

 

Therapie

Die operative Therapie der Spermatozele stellt das Mittel der Wahl dar. Eine medikamentöse Therapie besteht nicht. Punktionen der Spermatozele sollten vermieden werden, da die Zystenflüssigkeit rasch nachläuft.. Die Zyste muß als ganzes entfernt und an ihrem Stiel abgesetzt werden. Eine Operationsindikation (Operationsgrund) besteht immer, wenn die Spermatozele Beschwerden bereitet, aufgrund ihrer Größe stört oder es sich um einen unklaren Befund handelt.
Die Operation wird meist in Narkose durchgeführt

Wir bieten Ihnen alle Operationstechniken in Narkose oder in lokaler Betäubung an.

 

Vorteile Spermatozelenoperation in Lasertechnik

Mittlerweile empfehlen wir die Laseroperationstechnik, da wir hier die Vorteile des CO2-Lasers mit den üblichen Operationstechniken verbinden und somit optimieren

Vorteile der Lasertherapie gegenüber nicht laserunterstützter Operationstechnik:

Vorteil 1: Hautschonend

Der Laser ist für das Gewebe hautschonender und einfach anzuwenden. Durch individuell auf Ihren Hauttyp einstellbare Laserstrahlleistung ( zwischen 5-30 Watt) lässt sich die notwendige Energie optimal einstellen, die Behandlung Ihres Haut- und Unterhautgewebstyp erforderlich sind.

Vorteil 2: Minimales Ödem- und Narbenrisiko

Der Laser ist optimal in seiner Anwendung um aesthetische Ergebnisse zu erreichen. Minimale postoperative Neigung zur Ödembildung (Hautschwellung durch Wassereinlagerung) und minimale Neigung der Narbenbildung durch atraumatische Gewebsbehandlung

Vorteil 3: Minimales Risiko für Blutung

Der Laser schützt Sie bei und nach der Operation vor Nachblutungen. Das Risiko für eine Nachblutung geht gegen Null! Grund hierfür ist dass der Laserstrahl praktisch jedes Blutgefäß von alleine erkennt und verschließt. Das ist mit konventionellen Operationsinstrumenten wie Skalpell, Schere nicht möglich. Hier muss jedes Blutgefäß unterbunden oder koaguliert werden. Beim Laser ist das nicht notwendig. Ihre Gesamtoperationszeit verkürzt sich dadurch deutlich.

Vorteil 4: Geringeres Risiko für Infektion

Der Laser ist eine hochenergetische Energiequelle die für kurze Zeit (40ms) an der Haut auftrifft und das Gewebe vaporisiert (verdampft). Dies hat den Effekt, dass zu diesem Zeitpunkt alle Erreger abgetötet werden und ein optimales Klima für die Heilung geschaffen wird. Hierdurch werden alle zuvor eingeleiteten desinfizierende Verfahren optimiert.

 

Vor der Operation

Wir führen vor der Operation mit Ihnen ein Aufklärungs- und Informationsgespräche durch. Das kann auf Ihren Wunsch per Mail oder auch in unserer Praxis erfolgen. Sollten Sie für die Operation entscheiden, wird zuerst eine Untersuchung des Skrotums, der Hoden und Nebenhoden durchgeführt. Dies erfolgt palpatorisch und durch eine sonographische Untersuchung. Es werden somit Begleiterkrankungen ausgeschlossen oder andere Ursachen, die für eine Hydrozelenbildung mitverantwortlich sein könnten.

Der Aufklärungsbogen wird mit Ihnen ausführlich besprochen. Meine Aufgabe besteht darin, Sie dahingehend zu beraten, ob Ihre Wunschvorstellung operativ umgesetzt werden kann.

Des weiteren erachten wir es für sinnvoll ausreichend Erholung für die Zeit nach der Operation einzuplanen und die Ausfallzeiten rechtzeitig mit z.B. Arbeitgeber, Familie und Freunden klären.

Gegebenenfalls benötigte Hilfestellung von Familie oder Freunden für die Zeit nach der Operation rechtzeitig abzustimmen.

Sich bezüglich Medikamenteneinnahme, Essen und Trinken vor der Operation usw.  strikt an die Vorgaben des Arztes zu halten, bei Unsicherheit besser noch mal nachfragen.

Eine Woche zuvor kein Aspirin einnehmen.

Werden Medikamente zur Blutverdünnung regelmäßig eingenommen werden die nach Rücksprache mit mir abgesetzt oder z.B. bei Marcumar auf Heparinspritzen umgesetzt.

 

Nach der Operation

Die Operation ist beendet. Sie werden im Aufwachraum unseres ambulanten Operationszentrums bezüglich Ihrer Vitalfunktionen überwacht. Wenn von Ihnen gewünscht, kann eine Person Ihres Vertrauens im Aufwachraum bei Ihnen sein. Sie verlassen unsere Praxis dann, wenn Sie sich gut fühlen und eine Person Sie auf dem Heimweg begleitet.

In aller Regel finden am nächsten Tag die Wundkontrolle und der Verbandswechsel in der Praxis statt. Die Anlage eines Hodenhalters (Suspensoriums) wird empfohlen. Fortfolgende Verbandswechsel führen Sie selbst durch. Sie werden diesbezüglich angeleitet.

In den nächsten 14 Tagen sollten Sie vermehrt  Ruhe einhalten. Auch das Kühlen des Skrotums mit einem Kühlelement 20 – 30 Minuten pro Stunde wird empfohlen. Sie verringern die Schwellungsneigung und ggf. Schmerzmittelbedarf. Der Heilungsverlauf wird deutlich beschleunigt. Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationsmöglichkeiten verringert. Sollten Schmerzmittel benötigt werden sind Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen oder Voltaren) ausreichend. Auf keinen Fall Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin oder ASS).

Sollten Sie von irgendwoher Informationen bekommen, dass der gesamte Heilungsverlauf bei einer Spermatozelenoperation nur 2-3 Tage bedarf und Sie dann garantiert problemlos wieder voll einsatzfähig sind, da sollte hier klargestellt sein, dass wir diese Ansicht nicht teilen.

Die Fäden sollten sich ab dem 12. Tag selbst auflösen. Die Entfernung der Fäden um den 15.Tag macht Sinn, wenn sich die Fäden bis dahin nicht selbst aufgelöst haben.

Sind die Fäden entfernt und der Wundverschluss primär verheilt, sollten Sie sich wieder zunehmend belasten.

Wir empfehlen sich nach der Operation zu schonen. Duschen ist täglich möglich. Baden hingegen ist zu unterlassen. Striktes Solarium-Verbot, um den Heilungsverlaufslauf nicht ungünstig zu beeinflussen.

Bei auftretenden Komplikationen nicht bis zum nächsten Kontrolltermin warten, sondern sofort Kontakt zum Arzt aufnehmen.

 

Narkosenformen

Die Operation wird bei uns in aller Regel in Vollnarkose (Propofol) durchgeführt. Warum Vollnarkose? Den meisten Patienten ist es nicht möglich eine Operationsdauer  von 30-40 Minuten ruhig zu liegen. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten lokalen Betäubungsmittel im Bereich des Hodens keine vollständige Betäubung ermöglichen.

All dies kompliziert die Operation unnötig und erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein nicht zufriedenstellendes postoperatives Ergebnis. Das Gleiche gilt auch für die Analgosedierung. Trotzdem bieten wir Ihnen diese Varianten an wenn Sie es wünschen.

 

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Aufgrund der speziellen Hautverhältnisse am Skrotum (Hodensack) sind Einzelknopfnähte mit selbstauflösenden Fäden notwendig. Bei normalen Wundheilungsverhältnissen bedarf es keiner weiteren Therapie. In manchen Fällen wird unterstützende Salbentherapie durch jodhaltige Cremes sinnvoll.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?  
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 1 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag).

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Bei unkompliziertem Heilungsverlauf ist die Heilung nach ca. 8-10 Tagen abgeschlossen. Aufgrund anatomisch individueller Gegebenheiten kann sich der Heilungsverlauf bis zu 14 Tagen hinausziehen.
Das umliegende Hodengewebe ist von Natur aus sehr schwellungsfähig. Deshalb ist es durchaus nicht unmöglich, wenn sich diese Schwellungszustände erst nach 4-6 Wochen deutlich zurückgebildet haben. Meistens ist diese Rückbildungsphase für den Patienten nahezu beschwerdefrei.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.

 

OP-Aufklärung zum Download als PDF

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