Ärztehaus Kornwestheim Gemeinschaftspraxis für urologie

Laserzentrum

Lasertherapie der Funikulozele

Funikulozele (Condylomata acuminata / Ziste am Samenstrang)

Bei der Funikulozele handelt es sich im Wesentlichen wie bei der Spermatozele/Hydrozele um ein zystische Raumforderung, die im Bereich des Funikulus (Samenstrang) lokalisiert ist. Meistens handelt es sich um ein hydrozelenähnliches Gebilde, wobei die Hüllen des Processus vaginalis nicht vollständig obliteriert sind und es dann zur Flüssigkeitseinlagerung kommt.

Gerne können Sie Ihre Nachricht / Anfrage an Dr. med. Thomas E. Müller senden:

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03_01_12

Therapie

Die Indikation zur Operation ist dann gestellt wenn dies Raumforderung Schmerzen bereitet oder aufgrund der Größe stört.

Einfache Punktionen sind leider nicht erfolgreich, da sich nach der Punktion und dem absaugen der Flüßigkeit, die Zyste wieder füllt. Gleicher Zustand wieder wie zuvor.

In Kurzer Narkose wird die Zyste mit samt der Wand herauspräpariert. Das ist in konventioneller Technik (Skalpell, Schere) möglich oder in Lasertechnik.

Wir bieten Ihnen beide Verfahren an, empfehlen aber die Lasertechnik.

 

Vorteile Lasertherapie der Funikulozele

Vorteil der Lasertherapie gegenüber nicht laserunterstützter Operationstechnik:

Vorteil 1: Hautschonend

Der Laser ist für das Gewebe hautschonender und einfach anzuwenden. Durch individuell auf Ihren Hauttyp einstellbare Laserstrahlleistung (zwischen 5-30 Watt) lässt sich die notwendige Energie optimal einstellen, die Behandlung Ihres Haut- und Unterhautgewebstyp erforderlich sind.

Vorteil 2: Minimales Ödem- und Narbenrisiko

Der Laser ist optimal in seiner Anwendung um aesthetische Ergebnisse zu erreichen. Minimale postoperative Neigung zur Ödembildung (Hautschwellung durch Wassereinlagerung) und minimale Neigung der Narbenbildung durch atraumatische Gewebsbehandlung

Vorteil 3: Minimales Risiko für Blutung

Der Laser schützt Sie bei und nach der Operation vor Nachblutungen. Das Risiko für eine Nachblutung geht gegen Null! Grund hierfür ist dass der Laserstrahl praktisch jedes Blutgefäß von alleine erkennt und verschließt. Das ist mit konventionellen Operationsinstrumenten wie Skalpell, Schere nicht möglich. Hier muss jedes Blutgefäß unterbunden oder koaguliert werden. Beim Laser ist das nicht notwendig. Ihre Gesamtoperationszeit verkürzt sich dadurch deutlich.

Vorteil 4: Geringeres Risiko für Infektion

Der Laser ist eine hochenergetische Energiequelle die für kurze Zeit (40ms) an der Haut auftrifft und das Gewebe vaporisiert (verdampft). Dies hat den Effekt, dass zu diesem Zeitpunkt alle Erreger abgetötet werden und ein optimales Klima für die Heilung geschaffen wird. Hierdurch werden alle zuvor eingeleiteten desinfizierende Verfahren optimiert.

 

Vor der Operation

Wir führen vor der Operation mit Ihnen das Aufklärungs- und Informationsgespräche durch. Das kann auf Ihren Wunsch per Mail oder auch in unserer Praxis erfolgen. Sollten Sie für die Operation entscheiden, wird zuerst eine Untersuchung des Skrotums, der Hoden und Nebenhoden durchgeführt. Dies erfolgt palpatorisch und durch eine sonographische Untersuchung. Es werden somit Begleiterkrankungen ausgeschlossen oder andere Ursachen, die für die Funikulozele mitverantwortlich sein können.

Der Aufklärungsbogen wird mit Ihnen ausführlich besprochen.

Des weiteren erachten wir es für sinnvoll ausreichend Erholung für die Zeit nach der Operation einzuplanen und die Ausfallzeiten rechtzeitig mit z.B. Arbeitgeber, Familie und Freunden klären.

Gegebenenfalls benötigte Hilfestellung von Familie oder Freunden für die Zeit nach der Operation rechtzeitig abzustimmen.

Sich bezüglich Medikamenteneinnahme, Essen und Trinken vor der Operation usw. strikt an die Vorgaben des Arztes zu halten, bei Unsicherheit besser noch mal nachfragen.

1 Woche vor der Operation kein Aspirin einnehmen.

 

Nach der Operation

Die Operation ist beendet. Sie werden im Aufwachraum unseres ambulanten Operationszentrums bezüglich Ihrer Vitalfunktionen überwacht. Wenn von Ihnen gewünscht, kann eine Person Ihres Vertrauens im Aufwachraum bei Ihnen sein. Sie verlassen unsere Praxis dann, wenn Sie sich gut fühlen und eine Person Sie auf dem Heimweg begleitet.

In aller Regel finden am nächsten Tag die Wundkontrolle und der Verbandswechsel in der Praxis statt. Die Anlage eines Hodenhalters (Suspensoriums) wird empfohlen. Fortfolgende Verbandswechsel führen Sie selbst durch. Sie werden diesbezüglich angeleitet.

In den nächsten 14 Tagen sollten Sie vermehrt  Ruhe einhalten. Auch das Kühlen des Skrotums mit einem Kühlelement 20 – 30 Minuten pro Stunde wird empfohlen. Sie verringern die Schwellungsneigung und ggf. Schmerzmittelbedarf. Der Heilungsverlauf wird deutlich beschleunigt. Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationsmöglichkeiten verringert. Sollten Schmerzmittel benötigt werden sind Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen oder Voltaren) ausreichend. Auf keinen Fall Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin oder ASS).

Die Fäden sollten sich ab dem 12. Tag selbst auflösen. Die Entfernung der Fäden um den 15. Tag macht Sinn, wenn sich die Fäden bis dahin nicht selbst aufgelöst haben.

Sind die Fäden entfernt und der Wundverschluss primär verheilt, sollten Sie sich wieder zunehmend belasten.

Wir empfehlen sich nach der Operation zu schonen. Duschen ist täglich möglich. Baden hingegen ist zu unterlassen. Striktes Solarium-Verbot, um den Heilungsverlaufslauf nicht ungünstig zu beeinflussen.

Bei auftretenden Komplikationen nicht bis zum nächsten Kontrolltermin warten, sondern sofort Kontakt zum Arzt aufnehmen.

 

Narkosenformen

Die Operation wird bei uns in aller Regel in Vollnarkose (Propofol) durchgeführt. Warum Vollnarkose? Den meisten Patienten ist es nicht möglich eine Operationsdauer von 30 Minuten ruhig zu liegen. Desweitern ist der Samenstrang oft nicht mit den lokalen Betäubungsmittel komplett zu analgisieren.

All dies kompliziert die Operation unnötig und erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein nicht zufriedenstellendes postoperatives Ergebnis. Das Gleiche gilt auch für die Analgosedierung. Trotzdem bieten wir Ihnen diese Varianten an wenn Sie es wünschen.

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Aufgrund der speziellen Hautverhältnisse am Skrotum (Hodensack) sind Einzelknopfnähte mit selbstauflösenden Fäden notwendig. Bei normalen Wundheilungsverhältnissen bedarf es keiner weiteren Therapie. In manchen Fällen wird unterstützende Salbentherapie durch jodhaltige Cremes sinnvoll.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?  
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 1 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag).

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Bei unkompliziertem Heilungsverlauf ist die Heilung nach ca. 8-10 Tagen abgeschlossen. Aufgrund anatomisch individueller Gegebenheiten kann sich der Heilungsverlauf bis zu 14 Tagen hinausziehen.
Das umliegende Hodengewebe ist von Natur aus sehr schwellungsfähig. Deshalb ist es durchaus nicht unmöglich, wenn sich diese Schwellungszustände erst nach 4-6 Wochen deutlich zurückgebildet haben. Meistens ist diese Rückbildungsphase für den Patienten nahezu beschwerdefrei.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.

 

Operationsindikation bei Hodentumor

Die Operationsindikation zur Kondylomtherapie besteht dann, wenn multiple Kondylome auftreten. Bei multiplen Kondylomen (mehr als 5) ist die medikamentöse Therapie kontraindiziert. Dann soll nur noch die operative Therapie durchgeführt werden.

OP-Aufklärung zum Download als PDF

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