Ärztehaus Kornwestheim Gemeinschaftspraxis für urologie

Hodentumor

Allgemeines
Hodentumoren sind die häufigsten bösartigen Erkrankungen des jungen Mannes zwischen 20 und 35 Jahren. Pro Jahr erkrankt ein Mann unter 14.000 Männern auf das Neue an einem bösartigen Hodentumor. In den westlichen Ländern hat sich die Erkrankungsrat für den Hodentumor in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Als Grund hierfür werden Umwelteinflüsse diskutiert.
Der Hodentumor geht von den Keimzellen des Hodens aus. Die Keimzellen im Hoden haben unterschiedlich Namen und je nach Entwicklungsstadium der entarteten Keimzelle ergibt sich eine andere Hodentumorart. Liegt bei jungen Männern ein Leisten- oder Pendelhoden vor, entwickelt sich später häufiger ein Hodentumor, als bei den Männern , wo sich der Hoden ständig im Skrotum (Hodensack) befindet.

Diagnostik
Besteht der Verdacht auf einen Hodentumor, so kann durch Abtasten des Hodens, eine sonographische Untersuchung  und die Abnahme von Hodentumormarkern (Blutabnahme) die Verdachtsdiagnose Hodentumor bestätigt werden. Liegt der dringende Verdacht auf einen Hodentumor vor, wird der Hoden über einen Leistenschnitt (hohe inguinale radikale Semikastratio) opertiv in Narkose entfernt. Zum Ausschluß eines Zweittumors auf der anderen Seite, wird hier etwas Gewebe entnommen.
Der Pathologe untersucht den Hodentumor  und stellt die genaue Diagnose anhand der Gewebsuntersuchung. Hierbei unterscheidet man hauptsächlich zwei unterschiedliche Hodentumorarten. Die Seminome und die Nicht-Seminome.
Bei den Nicht-Seminomen handelt es sich um das embryonale Carcinom, Teratom oder Terato-Carcinom., Chorioncarcinom oder den Dottersacktumor.

Im weiteren Verlauf möchte man die Ausdehnung des Hodentumors feststellen.
Es wird deshalb das  CT Abdomen, CT Thorax, ggf. CT Schädel  durchgeführt. Ein Knochenszintigramm oder Kernspinuntersuchung können ergänzende Verfahren sein.

Therapie
Wie bereits beschrieben ist die Primärtherapie immer die Entfernung des Hodens durch die hohe, radikale inguinale Semicastratio und kontralaterale Hodengewebsentnahme. Auf Wunsch des Patienten ist es möglich an der operierten Seite  eine Hodenprothese einzusetzen. In Abhängigkeit von der Tumorart (Seminom/ Nicht-Seminom) und der Ausdehnung des Hodentumors wird das weitere Therapieprinzip festgelegt.
In aller Regel werden hier kombinierte Verfahren wie die  retroperitoneale Lymphadenektomie (Lymphknotenentfernung im Bauchraum), Chemotherapie oder Radiatio (Strahlentherapie) durchgeführt.

Welches Therapieschema bei welchem Hodentumor in Frage kommt, ist im Einzelfall zu klären. Die Therapie des Hodentumors ist stets eine interdisziplinäre Aufgabe.
Die Erkrankung Hodentumor gehört heute mit zu den am besten heilbaren Tumorerkrankungen.

Warum wird diese Operation durchgeführt?
Kommt es zu einer Auffälligkeit im Bereich des Hodens, vor allem zu einer Größenzunahme, dann muss der Hoden über den Leistenkanal freigelegt werden. Nur so kann sicher ein Hodentumor ausgeschlossen werden.
Handelt es sich bei der vorliegenden Hodenvergrößerung um einen bösartigen Tumor, so muss zur Rettung ihres Lebens der Hoden mit samt des Nebenhodens und den Samenstranges entfernt werden (hohe inguinale Semikastration).
In seltenen Fällen tritt eine allergische Reaktion durch Medikamente oder Hautdesinfektionsmittel auf. Hierbei kann es auch zu einer Herz-Kreislaufreaktion kommen.
Nachblutungen und Wundinfektionen können im Nahtbereich auftreten.
Durch die Schnittführung im Leistenbereich kann es zu einer Schädigung der Hautnerven kommen.

Möglicher Folgeeingriff
Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, wird auf der gegenüberliegenden Seite am anderen Hoden ebenfalls eine Gewebsprobe entnommen. Bei 5 % der Patienten sind auf der anderen Hodenseite Hodenkrebsvorstufen nachweisbar (TIN=Testikuläre intraepitheliale Neoplasie).

Erfolgsausschichten?
Die Behandlungsergebnisse bei bösartigen Hodentumor sind heutzutage hervorragend. Durch alle Therapiemöglichkeiten ist mit einer Gesamtüberlebensrate mit  95 % zu rechnen.

Operationsdauer
30 – 45 Minuten; postoperative Kontrollphase  1-2  Stunden

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Von operativer Seite aus wird es stets angestrebt, die Haut durch Intrakutannaht zu verschließen, dann dürften gängige Salbentherapien zur Verbesserung der Wundverhältnisse nicht nötig sein.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 2 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag).

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Bei unkompliziertem Heilungsverlauf ist die Heilung nach ca. 8-10 Tagen abgeschlossen. Aufgrund anatomisch individueller Gegebenheiten kann sich der Heilungsverlauf bis zu 14 Tagen hinausziehen.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.

Ist eine Spermakonservierung sinnvoll?
Antwort: Bei der Diagnose Hodentumor ist oftmals keine Zeit zu verlieren, dass der Zeitraum zur Hodenentfernung nicht groß genug ist, um eine Spermakonservierung vor der Hodenentfernung  noch durchführen zu können. Sollten weitere Massnahmen, wie Bestrahlung oder Chemotherapie nach der Hodenentfernung notwendig sein, ist in diesem Zeitraum die Spermakonservierung sinnvoll. Durch Strahlentherapie oder Chemotherapie kann das Hodenkeimgewebe des verbliebenen Hoden so weit geschädigt werden, dass die männliche Fruchtbarkeit stark herabgesetzt ist und die Zeugungsfähigkeit nicht mehr besteht

Operationsindikation bei Hodentumor

Ein Hodentumor ist stets eine Operationsindikation, da es sich immer um ein Hodenkarzinom (bösartige Veränderung des Hodens) handeln kann. Auch unklare Hodenbefunde stellen eine Operationsindikation dar, da oftmals nur durch die operative Hodenfreilegung letztendlich über die Dignidität (Gutartigkeit) entschieden werden kann.

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Hodenhochstand

Operationsmethode
Der Eingriff wird stets in Vollnarkose durchgeführt.
Über einen Hautschnitt im Leistenbereich wird der Leistenkanal eröffnet. Der Hoden wird aufgesucht, freipräpariert. Die Funikulolyse stellt im gesamten Operationsablauf den wichtigsten Schritt dar. Verwachsungen werden gelöst und sämtliche Muskelfasern im Samenstrangbereich, welche den Hoden im Leistenkanal gehalten haben. Der Hoden wird im Hodensack (Skrotum) befestigt  (Orchidopexie).

Mögliche Komplikationen
Allergische Reaktionen können durch Medikamente oder Desinfektionsmittel auftreten. In seltenen Fällen kommt es zu Herz-Kreislaufstörungen.
Im Bereich Hautschnittes kann es zu Nervenstörungen, Gewebsschädigungen und Wundinfektionen kommen.
Im Nahtbereich können Narben als Spätfolgen auftreten.
Ebenfalls ist das Auftreten von Blutergüssen im Bereich des Hodensackes (Skrotum) oder Leistenkanales möglich.
Durch den operativen Eingriff kann es in seltenen Fällen zu Hodenschädigungen, Samenleiter- oder Nebenhodenschädigung kommen.
Durch Nervenverletzung können bleibende Missempfindungen, lang andauernde Schmerzsymptome in der Leistengegend auftreten.
Wurde die Funikulolyse nicht exact durchgeführt, kann es zu einem erneuten Hodenhochstand kommen.

Wie sind die Erfolgsaussichten?
In mehr als 95 % der Fälle lässt sich der Hoden dauerhaft in das Skrotum (Hodensack) verlagern. Die Operation wird bei uns stets ambulant durchgeführt.

Operationsdauer
30 – 45 Minuten; postoperative Kontrolle 1-2 Stunden

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Von operativer Seite aus wird es stets angestrebt, die Haut durch Intrakutannaht zu verschließen, dann dürften gängige Salbentherapien zur Verbesserung der Wundverhältnisse nicht nötig sein.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?  
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 1 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag). Bei Kindern sollte ebenfalls das Duschen für eine Woche unterbleiben.

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Der Hoden zeigt sich bereits innerhalb weniger Tage stabil im Skrotum (Hodensack). Bis sämtliche Schwellungszustände sich zurückgebildet haben, kann dies 4-6 Wochen dauern. Nach 3 Monaten sollte eine erneute sonographische Kontrolle erfolgen, um den Ist-Zustand des Hodens im Skrotum zu dokumentieren.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.
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Phimose (Vorhautverengung)

Bei der Phimose handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Verengung der Vorhaut. Die operative Behandlung der Phimose nennt man Beschneidung (Zirkumzision). In unterschiedlichen Kulturkreisen der Weltgeschichte wird seit vielen Jahrhunderten die Beschneidung durchgeführt. Seit jeher hat es eine rege Diskussion gegeben, ob die Beschneidung durchgeführt werden soll oder nicht. Warum die Beschneidung gerade jetzt im 21. Jahrhundert eine wichtige Operation ist, wird auf den folgenden Seiten dargestellt.

Die Beschneidung ist ein „biomedizinischer Imperativ im 21. Jahrhundert“
B. J. Morris 2007

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Varikozele (Krampfader am Hoden/Samenstrang)

Bei der Varikozele handelt es sich um eine krampfaderartige Erweiterung  eines Venengeflechtes im Samenstrang (Plexus pampiniformis). Die Varikozele ist eine der häufigsten Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit. In unterschiedlichen Studien zeigt sich bei Männern eine Häufigkeit für eine Varikozele bis 35 %. In Sondersprechstunden zur Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit liegt die Rate für das Vorliegen einer Varikozele sogar bei 40 %. Eine Varikozele kann in jedem Lebensalter auftreten.

Ursachen
Primäre Varikozele:
Ein Fehlen oder eine zunehmende Funktionsstörung der Venenklappen, führt zu einem ungewünschten Rückfluß des venösen Blutes  zum Samenstrang und Hoden.  Linksseitig tritt die Varikozele häufiger auf als rechts. Hierfür werden unterschiedliche Ursachen diskutiert.  Die wohl wichtigste, neben der größeren linken Venenlänge , ist ihr rechtwinkliger Mündungseinfluß in die linke Nierenvene. Durch diesen ungünstigen Einfluß treten gemäß den Strömungsgesetzen Verwirbelungen auf, die zu einem Rückstau in die Vena spermatica (Hodenvene) führen. Dieser Rückstau führt zu einer leichten Druckerhöhung in der Vene, welcher die Venenwand zusehends ausdehnt und die Klappen zerstört.

Sekundäre Varikozele:
Durch Raumforderungen (z.B. Tumor, Lymphknoten, Narben durch Entzündungen oder Operationen) wird die Vena spermatica abgedrückt, ähnliche einer Person ,die mit dem Fuß auf einen Gartenschlauch steht. Es ist kein weiterer Blutabfluß möglich. Es kommt zum Rückstau.

Folgen
In der Vena spermatica (Hodenvene) kommt das Blut mehr und mehr zum Stehen. Es zeigt sich immer weniger Blutzirkulation. Es entsteht die skrotale Hyperthermie, eine Überwärmung des Hodensackes mit samt seinem Inhalt  (Hoden, Nebenhoden, Samenstrang). Es liegt somit lokal eine Gewebstemperatur von 37Grad vor. Für den Hoden und die Spermien ist das 2 Grad zuviel. Die normale Gewebstemperatur sollte bei 35 Grad liegen.  Der Temperaturunterschied von diesen 2 Grad führt zu einer Veränderung oder gar Schädigung des Hodengewebes und der Spermien. Das Hodengewebe kann schrumpfen, es entsteht die Hodenatrophie (Hodenverkleinerung).  Die Spermienbildung wird ebenfalls durch die Überwärmung beeinflusst. Ebenfalls werden die Spermien in ihrer Beweglichkeit langsamer. Eine Funktionsminderung der Sertolizellen, sowie der Leydigzellen (testosteronproduzierende Zellen) ist nachgewiesen.

Patientenvorgeschichte
Häufig wird eine Varikozele bei der Musterung im Rahmen der Bundeswehrtauglichkeitsuntersuchung festgestellt oder im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch. Schmerzen müssen bezüglich der Varikozele nicht bestehen. Eine andere Gruppe von Männern kommt allerdings wegen ziehender Schmerzen im Leisten-/Hodenbereich zum Arzt oder berichtet über eine auffallende, weiche Vergrößerung am Hoden, die z.B. beim Liegen verschwindet und beim Stehen zunimmt.

Diagnostik
Nach dem Betrachten des Befundes und der Palpation (Betasten) durch den Arzt ist die Diagnose meist schon gestellt. Die Gradeinteilung der Varikozelen wird in 4 Stufen unterteilt (Grad 0-III).
Grad 0 nicht tastbar, aber sonographisch darstellbar,
Grad I < 1 cm,
Grad II 1-2 cm,
Grad III > als 2 cm im Durchmesser.
Die Sonographie, Dopplersonographie und Farbduplexsonographie beweisen und bestätigen die Verdachtsdiagnose Varikozele. Die Dopplersonographie ermöglicht die Differenzierung unterschiedlicher Refluxtypen, dem Shut-Typ und dem Druck-Typ. Ebenfalls erfolgt die Dokumentation des Befundes über die Sonographieverfahren.

Im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik erfolgen bei vorliegender Varikozele die Spermiogrammbeurteilung und die Blutabnahme. Es werden die relevanten Hormonwerte untersucht.

Therapie
Eine medikamentöse Therapie der Varikozele ist nicht möglich. Es erfolgt stets die operative Therapie!

Das Therapieziel ist:
Beseitigung des venösen Refluxes, welcher die Varikozelenbildung auslöst und unterhält, Verbesserung des Spermiogrammes und Beseitigung von Schmerzen.

Von unserer Seite aus wird die antegrade Varikozelensklerosierung nach Tauber favorisiert. Hierbei handelt es sich um einen operativen Eingriff in lokaler Betäubung oder Vollnarkose. Ein kleiner Hautschnitt 1-2 cm an der Hodensackhaut genügt um die Krampfader freizulegen. Eine Krampfadervene wird präpariert, ein Verödungsmittel in die Vene eingegeben und danach erfolgt der Verschluß dieser Vene und der Hautschichten. Die Operationszeit ist in aller Regel 15-30 Min.

Warum wird ein Verödungsmittel verwendet?
Die Varikozele besteht aus einem Venengeflecht mit sehr vielen Einzelvenen. Selbige lassen sich operationstechnisch nicht sicher entfernen. Das Risiko der Verletzung der Hodenarterie wäre zu groß. Deshalb gibt man ein Verödungsmittel in die Vene. Selbiges führt über einen Zeitraum von 3-6 Monaten zu einem Verkleben und Vernarben dieser Krampfader.

Alternative Verfahren sind die mikrochirurgische Varikozelenoperation, die retrograde Embolisation der V. spermatica (hohe Röntgenbelastung!), lapraskopische Varikozelenoperation und offene Operationsverfahren nach Palomo/Bernardi.

Wer sollte bei vorliegender Varikozele operiert werden?
Schlechtes Spermiogramm und Kinderwunsch
Schlechtes Spermiogramm ohne aktuellen Kinderwunsch (Gefahr der zunehmenden Infertilität)
Schmerzhafte Varikozele
Große kindliche Varikozele
Kleine kindliche Varikozele mit volumenreduziertem Hoden

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Aufgrund der speziellen Hautverhältnisse am Skrotum (Hodensack) sind Einzelknopfnähte mit selbstauflösenden Fäden notwendig. Bei normalen Wundheilungsverhältnissen bedarf es keiner weiteren Therapie. In manchen Fällen wird unterstützende Salbentherapie durch jodhaltige Cremes sinnvoll.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 1 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag).

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Bei unkompliziertem Heilungsverlauf ist die Heilung nach ca. 8-10 Tagen abgeschlossen. Aufgrund anatomisch individueller Gegebenheiten kann sich der Heilungsverlauf bis zu 14 Tagen hinausziehen.
Bei der Varikozelenoperation wird das Verödungsmittel in die Vene gegeben, so dass dies zu einer Entzündungsreaktion führt. Postoperative vermehrte Schwellungszustände sind möglich und eigentlich ein Zeichen für eine erfolgreiche Operation. Durch geeignete Massnahmen z.B. Antiphlogistika, Hodenhochlagerung und Kühlung kann diese Phase schneller überwunden werden. Abschließende Kontrolle erst nach 3-6 Monaten sinnvoll.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.

Wie lange dauert es, bis nach der Varikozelenoperation mein Sperma kontrolliert werden sollte?
Antwort: Es sollte ca. 6 Monate zugewartet werden, erst dann ist eine erneute Kontrolle sinnvoll.

Operationsindikation zur Varikozele, Operationsfilm

Die Indikation zur Varikozelenoperation wird dann gestellt wenn Schmerzen vorliegen, die Varikozele aufgrund ihrer Größe als kosmetisch störend empfunden wird. Bei Fertilitätsstörungen des Mannes sollte die Indikation zur Varikozelenoperation gestellt werden. Vor allem bei zu schlechter Motilität der Spermien. Ebenfalls große kindliche  Varikozele und  kleine kindliche Varikozele mit kleinem Hoden.

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Spermatozele (Zyste am Nebenhoden)

Spermatozelenoperation in Lasertechnik / Spermatozele (Zyste am Nebenhoden)

Bei der Spermatozele handelt es sich um eine zystische Erweiterung der Samenwege,  beginnend am Nebenhoden zum Samenleiter. Diese zystischen Strukturen haben meist kommunizierende Kanälchen zu diesen Samenwegen. Spermatozelen treten oftmals gekammert auf. Die Spermatozele tritt mit zunehmendem Alter vermehrt auf. In Untersuchungen zeigt es sich, dass bis zu 7 % der Männer eine Spermatozele aufweisen.

Gerne können Sie Ihre Nachricht / Anfrage an Dr. med. Thomas E. Müller senden:

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Ursachen

Eine Spermatozele kann traumatisch (Schlag auf den Hoden und Samenwege) verursacht werden. Desweiteren werden Reste des Müllerschen Ganges, beschädigte Hodentubuli, welche kleine Fisteln zum Nebenhodenkopf bilden, als ursächlich diskutiert. Erweiterte oder blind endende Nebenhodenkanälchen werden ebenfalls für ursächlich gehalten. Spermatozelen sind in der Tunica vaginalis gelegen (intravaginal) oder außerhalb (extravaginal). Die extravaginale Position ist eindeutig die häufigere. Bei Azoospermien finden sich vermehrt Spermatozelen.

Diagnostik

Beim Betrachten zeigt sich meist eine Schwellung im Bereich von Hoden und Nebenhoden. Beim Betasten lässt sich eine kugelig runde Raumforderung  meist vom Hoden abgrenzen. Sie ist meist oberhalb des Hodens gelegen. Mittels Sonographie lässt sich die Diagnose Spermatozele meist bestätigen und von der Hydrozele und vom Hodentumor abgrenzen.

Therapie

Die operative Therapie der Spermatozele stellt das Mittel der Wahl dar. Eine medikamentöse Therapie besteht nicht. Punktionen der Spermatozele sollten vermieden werden, da die Zystenflüssigkeit rasch nachläuft.. Die Zyste muß als ganzes entfernt und an ihrem Stiel abgesetzt werden. Eine Operationsindikation (Operationsgrund) besteht immer, wenn die Spermatozele Beschwerden bereitet, aufgrund ihrer Größe stört oder es sich um einen unklaren Befund handelt.
Die Operation wird meist in Narkose durchgeführt

Wir bieten Ihnen alle Operationstechniken in Narkose oder in lokaler Betäubung an.

Vorteile Spermatozelenoperation in Lasertechnik

Mittlerweile empfehlen wir die Laseroperationstechnik, da wir hier die Vorteile des CO2-Lasers mit den üblichen Operationstechniken verbinden und somit optimieren

Vorteile der Lasertherapie gegenüber nicht laserunterstützter Operationstechnik:

Vorteil 1: Hautschonend

Der Laser ist für das Gewebe hautschonender und einfach anzuwenden. Durch individuell auf Ihren Hauttyp einstellbare Laserstrahlleistung ( zwischen 5-30 Watt) lässt sich die notwendige Energie optimal einstellen, die Behandlung Ihres Haut- und Unterhautgewebstyp erforderlich sind.

Vorteil 2: Minimales Ödem- und Narbenrisiko

Der Laser ist optimal in seiner Anwendung um aesthetische Ergebnisse zu erreichen. Minimale postoperative Neigung zur Ödembildung (Hautschwellung durch Wassereinlagerung) und minimale Neigung der Narbenbildung durch atraumatische Gewebsbehandlung

Vorteil 3: Minimales Risiko für Blutung

Der Laser schützt Sie bei und nach der Operation vor Nachblutungen. Das Risiko für eine Nachblutung geht gegen Null! Grund hierfür ist dass der Laserstrahl praktisch jedes Blutgefäß von alleine erkennt und verschließt. Das ist mit konventionellen Operationsinstrumenten wie Skalpell, Schere nicht möglich. Hier muss jedes Blutgefäß unterbunden oder koaguliert werden. Beim Laser ist das nicht notwendig. Ihre Gesamtoperationszeit verkürzt sich dadurch deutlich.

Vorteil 4: Geringeres Risiko für Infektion

Der Laser ist eine hochenergetische Energiequelle die für kurze Zeit (40ms) an der Haut auftrifft und das Gewebe vaporisiert (verdampft). Dies hat den Effekt, dass zu diesem Zeitpunkt alle Erreger abgetötet werden und ein optimales Klima für die Heilung geschaffen wird. Hierdurch werden alle zuvor eingeleiteten desinfizierende Verfahren optimiert.

Vor der Operation

Wir führen vor der Operation mit Ihnen ein Aufklärungs- und Informationsgespräche durch. Das kann auf Ihren Wunsch per Mail oder auch in unserer Praxis erfolgen. Sollten Sie für die Operation entscheiden, wird zuerst eine Untersuchung des Skrotums, der Hoden und Nebenhoden durchgeführt. Dies erfolgt palpatorisch und durch eine sonographische Untersuchung. Es werden somit Begleiterkrankungen ausgeschlossen oder andere Ursachen, die für eine Hydrozelenbildung mitverantwortlich sein könnten.

Der Aufklärungsbogen wird mit Ihnen ausführlich besprochen. Meine Aufgabe besteht darin, Sie dahingehend zu beraten, ob Ihre Wunschvorstellung operativ umgesetzt werden kann.

Des weiteren erachten wir es für sinnvoll ausreichend Erholung für die Zeit nach der Operation einzuplanen und die Ausfallzeiten rechtzeitig mit z.B. Arbeitgeber, Familie und Freunden klären.

Gegebenenfalls benötigte Hilfestellung von Familie oder Freunden für die Zeit nach der Operation rechtzeitig abzustimmen.

Sich bezüglich Medikamenteneinnahme, Essen und Trinken vor der Operation usw.  strikt an die Vorgaben des Arztes zu halten, bei Unsicherheit besser noch mal nachfragen.

Eine Woche zuvor kein Aspirin einnehmen.

Werden Medikamente zur Blutverdünnung regelmäßig eingenommen werden die nach Rücksprache mit mir abgesetzt oder z.B. bei Marcumar auf Heparinspritzen umgesetzt.

Nach der Operation

Die Operation ist beendet. Sie werden im Aufwachraum unseres ambulanten Operationszentrums bezüglich Ihrer Vitalfunktionen überwacht. Wenn von Ihnen gewünscht, kann eine Person Ihres Vertrauens im Aufwachraum bei Ihnen sein. Sie verlassen unsere Praxis dann, wenn Sie sich gut fühlen und eine Person Sie auf dem Heimweg begleitet.

In aller Regel finden am nächsten Tag die Wundkontrolle und der Verbandswechsel in der Praxis statt. Die Anlage eines Hodenhalters (Suspensoriums) wird empfohlen. Fortfolgende Verbandswechsel führen Sie selbst durch. Sie werden diesbezüglich angeleitet.

In den nächsten 14 Tagen sollten Sie vermehrt  Ruhe einhalten. Auch das Kühlen des Skrotums mit einem Kühlelement 20 – 30 Minuten pro Stunde wird empfohlen. Sie verringern die Schwellungsneigung und ggf. Schmerzmittelbedarf. Der Heilungsverlauf wird deutlich beschleunigt. Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationsmöglichkeiten verringert. Sollten Schmerzmittel benötigt werden sind Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen oder Voltaren) ausreichend. Auf keinen Fall Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin oder ASS).

Sollten Sie von irgendwoher Informationen bekommen, dass der gesamte Heilungsverlauf bei einer Spermatozelenoperation nur 2-3 Tage bedarf und Sie dann garantiert problemlos wieder voll einsatzfähig sind, da sollte hier klargestellt sein, dass wir diese Ansicht nicht teilen.

Die Fäden sollten sich ab dem 12. Tag selbst auflösen. Die Entfernung der Fäden um den 15.Tag macht Sinn, wenn sich die Fäden bis dahin nicht selbst aufgelöst haben.

Sind die Fäden entfernt und der Wundverschluss primär verheilt, sollten Sie sich wieder zunehmend belasten.

Wir empfehlen sich nach der Operation zu schonen. Duschen ist täglich möglich. Baden hingegen ist zu unterlassen. Striktes Solarium-Verbot, um den Heilungsverlaufslauf nicht ungünstig zu beeinflussen.

Bei auftretenden Komplikationen nicht bis zum nächsten Kontrolltermin warten, sondern sofort Kontakt zum Arzt aufnehmen.

Narkosenformen

Die Operation wird bei uns in aller Regel in Vollnarkose (Propofol) durchgeführt. Warum Vollnarkose? Den meisten Patienten ist es nicht möglich eine Operationsdauer  von 30-40 Minuten ruhig zu liegen. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten lokalen Betäubungsmittel im Bereich des Hodens keine vollständige Betäubung ermöglichen.

All dies kompliziert die Operation unnötig und erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein nicht zufriedenstellendes postoperatives Ergebnis. Das Gleiche gilt auch für die Analgosedierung. Trotzdem bieten wir Ihnen diese Varianten an wenn Sie es wünschen.

Häufig gestellte Fragen

Vor dem operativen Eingriff  benötige ich welche Untersuchungen?
Antwort: In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Blutgerinnung), sowie ein EKG notwendig. Welche Untersuchungen bei Ihnen individuell notwendig sind, wird vor der Operation besprochen.

Was kann ich nach der Operation tun, damit die Operationswunde besser heilt?
Antwort: Aufgrund der speziellen Hautverhältnisse am Skrotum (Hodensack) sind Einzelknopfnähte mit selbstauflösenden Fäden notwendig. Bei normalen Wundheilungsverhältnissen bedarf es keiner weiteren Therapie. In manchen Fällen wird unterstützende Salbentherapie durch jodhaltige Cremes sinnvoll.

Ab welchem Zeitpunkt ist nach der Operation Baden oder Duschen erlaubt?  
Antwort: Auf warme Vollbäder sollte mindestens 1 Wochen verzichtet werden. Duschen ist zeitnah nach der Operation möglich (1. postoperativer Tag).

Ab wann ist der Heilungsverlauf abgeschlossen?
Antwort: Bei unkompliziertem Heilungsverlauf ist die Heilung nach ca. 8-10 Tagen abgeschlossen. Aufgrund anatomisch individueller Gegebenheiten kann sich der Heilungsverlauf bis zu 14 Tagen hinausziehen.
Das umliegende Hodengewebe ist von Natur aus sehr schwellungsfähig. Deshalb ist es durchaus nicht unmöglich, wenn sich diese Schwellungszustände erst nach 4-6 Wochen deutlich zurückgebildet haben. Meistens ist diese Rückbildungsphase für den Patienten nahezu beschwerdefrei.

Wer übernimmt die Kosten?
Antwort: Bei der oben genannten Erkrankung handelt es sich um eine Kassenleistung. Die Kosten werden von allen gesetzlichen oder privaten Versicherungsträgern übernommen.

Wann kann wieder mit Sport begonnen werden?
Antwort: Mit sportlicher Betätigung kann ab der 3. Woche mit zunehmender Intensität begonnen werden. Sollte während der sportlichen Betätigung eine Schmerzsymptomatik eintreten, Reduktion der Belastung.

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Funikulozele (Zyste am Samenstrang)

Bei der Funikulozele handelt es sich im Wesentlichen wie bei der Spermatozele/Hydrozele um ein zystische Raumforderung ,die im Bereich des Funikulus (Samenstrang) lokalisiert ist. Meistens handelt es sich um ein hydozelenähnliches Gebilde, wobei die Hüllen des Processus vaginalis nicht vollständig obliteriert sind und es dann zur Flüssigkeitseinlagerung  kommt.

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Hydrozele (Wasserbruch am Hoden)

Bei der Hydrozele handelt es  sich um den so genannten Wasserbruch. Hierbei handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Flüssigkeitsansammlung am Hoden oder Samenstrang zwischen den Hodenhüllen (Tunica vaginalis) Hierbei werden unterschieden die

Hydrozele testis:
Es kommt zur Flüssigkeitseinlagerung zwischen den Hodenhüllen direkt um den Hoden lokalisiert.

Akute Hydrozele:
Häufig als Reaktion der Hodenhüllen auf Trauma (z.B. Unfall), oder als Operationsfolge (z.B. Leistenhernienoperation), als Folge von  internistischen Erkrankungen.

Hydrozele funikuli spermatici:
Hierbei handelt es sich um zystische Raumforderungen am Samenstrang durch nicht obliturierte Anteile des Processus vaginalis.

Hydrozele communicans:
Hierbei handelt es  sich meist angeboren um eine Verbindung der Bauchhöhle zum Hoden über einen offenen, nicht obliterierten Processus vaginalis. Flüssigkeit kann zwischen dem Bauchraum und dem Hoden pendeln.

Primäre Hydrozelen sind die angeborenen Hydrozelen, wie die Hydrozele communicans.

Sekundäre Hydrozelen sind erworbene nach Entzündung (von Hoden, Nebenhoden oder Samenstrang), durch Tumore (Hodentumor, Nebenhodentumor,etc.), posttraumatisch (nach Unfall), nach Operation (Leistenhernienoperation, Varikozelenoperation,etc.)

Ursachen
Wächst der männliche Embryo im Mutterleib so kommt es zum Abstieg des Hodens aus dem Bauchraum in den Hodensack. Dabei nimmt der Hoden Teile des Bauchfelles mit und kleidet sich mit selbigem ein. Normalerweise verschließt sich dieses Bauchfell ca. 4 Monate nach der Geburt. Im Falle der primären Hydrozele bleibt dies geöffnet. Bei den sekundären erworbenen Hydrozelen ist die Ursache schlussendlich nicht geklärt, es werden krankhafte Veränderungen des Drainagesystems nach Trauma, Entzündung etc. für ursächlich gehalten.

Vorgeschichte
Der Patient berichtet über eine schmerzfreie oder schmerzhaft zunehmende Raumforderung in einem oder beider Skrotalfächer. Manchen Patienten sind hierbei Ursachen erinnerlich (V.a. sekundäre Hydrozele), manchen Patienten hingegen sind keine Ursachen erinnerlich (V.a. primäre Hydrozele).

Diagnostik
Bei der Betrachtung des Hoden fällt eine Schwellung auf, wobei die typische Fältelung der Skrotalhaut verstrichen sein kann. Beim Tasten zeigt sich eine prallelastische Raumforderung. Nebenhoden und Hoden lassen sich meist nicht abgrenzen. Schmerzhaft ist die Hydrozele meist weniger. Hält man eine Lichtquelle gegen die Hydrozele, zeigt sich ein rot aufleuchtendes Lichtphänomen. Positive Diasphanoskopie.

Die wichtigste diagnostische Maßnahme ist sicherlich die Sonographie. Hierdurch lassen sich die Skrotalinhalte in aller Regel gut unterscheiden und die Diagnose Hydrozele kann aufgrund ihres typisch echofreien Raumes gestellt werden.

Therapie
Das Therapieziel ist die Entleerung der Hydrozelenflüßigkeit und durch die Auswahl der geeigneten Operationstechnik soll ein erneutes Auftreten einer Hydrozele verhindert werden.

Von unserer Seite aus wird die Operationstechnik nach Lord als die effektivste angesehen und praktiziert. Hierbei werden nach Eröffnung der Hodenhüllen und der Entleerung des Hydrozelenwassers, Raffungsnähte gelegt. Die Hodenhüllen werden zusammengezogen und dann um den Hoden fixiert. Eine erneute Hydrozelenbildung ist nahezu unmöglich.

Alternative Operationstechniken nach Winkelmann oder Bergmann kommen je nach intraoperativer Situation auch zur Anwendung.

Bei nicht operablen Patienten kommt die Hydrozelenpunktion zur Anwendung. Die Flüssigkeit wird über eine Kanüle abgesogen. Leider zeigt sich ein Nachlaufen der Hydrozelenflüßigkeit innerhalb von 3-6 Monaten auf den Ausgangszustand hin. Die Punktion kann durch Eingabe sklerosierende Substanzen (z.B. Tetrazyklin) ergänzt werden. Nachteile sind die ausgeprägte Schmerzhaftigkeit und hohe Rezidivrate.

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Kondylome (Feigwarzen im Genitalbereich)

Bei den Kondylomen oder Feigwarzen handelt es sich um eine sexuell übertragene Krankheit, welche durch humane Papillomviren ausgelöst wird.  Die Viren werden durch den Typ 6 oder 11 ausgelöst. Die Lokalisation ist die Anogenitalregion. Also äußerer Genitalbereich mit Befall der Harnröhre, bis hin zum After ziehend. Die häufigste Lokalisation beim Mann ist das Praeputium (Vorhaut) oder der Sulcus coronarius (Übergangsbereich Eichel/Penisschaft). Die Kondylome können auf der Haut einzeln stehend vorkommen, aber auch in Gruppen.

Vorgeschichte
Bis die Hautveränderungen nach der Ansteckung auftreten vergeht eine Zeit von 4 Wochen bis 6 Monaten. Anfangs zeigen sich klein feste Hauterhabenheiten, die dann schnell papillomatös (blumenkohlartig) wachsen können.

Diagnostik
Die Diagnose wird wir durch betrachten der Hautveränderung gestellt. Nach operativer Entfernung kann durch eine histologische Untersuchung (Gewebsuntersuchung) die Diagnose eindeutig gestellt werden.

Therapie
Das Therapieziel ist die Entfernung der Papillome und deren nicht wieder auftreten. Je kleiner die Papillome sind und je weniger vorhanden, desto besser sind die Behandlungserfolge.
Die operative Therapie mit Hochfrequenzstrom, Laser oder Abtragung durch Skalpell stellen die unterschiedlichen Techniken dar, um die Kondylome entfernen zu können.
Alternative Therapien sind unterschiedliche Lösungen zum Betupfen der Kondylome (z.B. Podophyllin-Lösung)
Unterschiedliche Studien zeigen, dass nach der ersten Behandlung in circa 25 % der Fälle es zu einem erneuten wieder auftreten kommen kann.

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