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Erektionsstörung - Ursachen, Symptome und Behandlung

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum hinweg mindestens in zwei von drei Fällen keine oder keine lang genug andauernde Erektion bekommen können, um Geschlechtsverkehr auszuüben, sprechen Mediziner von einer erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung).

Umgangssprachlich werden Erektionsstörungen auch als Potenzstörung oder Impotenz bezeichnet.

Erektionsstörung - ein Fall für den Arzt?

Das Risiko für Erektionsstörungen nimmt mit dem Alter zu. Umfragen legen nahe, dass mindestens jeder dritte Mann über 60 Jahren an einer erektilen Dysfunktion leidet. Da das Thema jedoch immer noch mit einem Tabu behaftet ist, und viele Betroffene aus Scham den Gang zum Arzt meiden, ist von einer großen Dunkelziffer auszugehen. Scham oder Schuldgefühle sind bei Erektionsstörungen fehl am Platze. Es gibt gute Gründe, warum Sie einen Arzt aufsuchen sollten, wenn Ihre Erektionsprobleme länger als 6 Monate andauern:

Erstens können Erektionsstörungen in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Je nach Ursache kommen beispielsweise eine medikamentöse Behandlung oder eine Hormonersatztherapie infrage. 

Zweitens können Erektionsstörungen bei Männern über 50 ein Warnhinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung sein. Wenn die erektile Dysfunktion durch eine Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose) verursacht wurde, kann sich diese auf andere Blutgefäße ausweiten und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben. 

Ursachen von Erektionsproblemen

In mehr als zwei Dritteln aller Fälle ist die erektile Dysfunktion auf eine körperliche Ursache zurückzuführen. Am häufigsten kommt die Arteriosklerose vor. Bei dieser Erkrankung sind die Arterien "verkalkt" und behindern somit den Blutdurchfluss, sodass nicht mehr genügend Blut die Schwellkörper des Penis erreicht. Dieses Risiko besteht bei allen Krankheiten, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen, wie zum Beispiel Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck. 

Weitere Ursachen: 

- hormonelle Störungen
- Verletzungen / Erkrankungen des zentralen Nervensystems
- schwere Nieren- oder Lebererkrankungen
- Krebs
- Operationen
- bestimmte Medikamente
- Alkohol- / Nikotinmissbrauch

Es können aber auch stressbedingte oder psychische Ursachen für Erektionsprobleme verantwortlich sein. Typische Beispiele hierfür sind Konflikte in der Partnerschaft, berufliche Belastungen oder psychische Störungen wie Angsterkrankungen oder Depressionen. 

Diagnostik

Zur umfassenden Diagnostik bei Erektionsproblemen gehört zunächst eine ausführliche Befragung. Hier geht es darum, wichtige Informationen zum Gesundheitszustand, Lebensstil und Sexualleben des Patienten zu erfahren. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung der Geschlechtsorgane und der Prostata. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben über Blutzucker- und Blutfettwerte sowie die Konzentration der männlichen Geschlechtshormone. 

Falls erforderlich, können noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden:

- Ultraschalluntersuchung
- Nervenuntersuchung
- nächtliche Untersuchung spontaner Erektionen (Schlaflabor)

Behandlung

Die Behandlung ist von der Ursache der Erektionsstörungen abhängig. Bei vielen Patienten mit Hormonstörungen kann der Ausgleich des Testosteronmangels die Probleme beheben. Sehr häufig kommen sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) zum Einsatz. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente verstärken die Durchblutung des Penis und sorgen so dafür, dass eine Erektion entsteht oder länger erhalten bleibt. Voraussetzung für diese Wirkung ist allerdings sexuelle Erregung, denn die Medikamente wirken nicht luststeigernd.

Achtung: PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig, weil sie teilweise massive Nebenwirkungen hervorrufen können und nicht für jeden Patienten geeignet sind. Von einer eigenmächtigen Einnahme dieser Arzneimittel ist deshalb dringend abzuraten, vor allem, wenn diese aus dubiosen Quellen (rezeptfrei aus dem Internet oder aus dem Urlaub) stammen! 

Alternativ gibt es folgende Behandlungsmethoden:

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT): Hierbei wird ein Medikament direkt mit einer feinen Nadel in die Schwellkörper des Penis gespritzt, mit der Folge, dass eine größere Blutmenge in den Penis fließt.

Medikamentöses Urethrales System zur Erektion (MUSE): Bei dieser Methode wird ein Wirkstoff mithilfe eines Applikators direkt in die Harnröhre gegeben, wodurch sich der Blutfluss in den Penis verstärkt. 

Vakuumpumpe: Die Vakuumpumpe wird auf den Penis aufgesetzt und erzeugt dort einen Unterdruck. Dieser hat zur Folge, dass mehr Blut in den Penis fließt.

Implantate: In seltenen Fällen werden Silikonimplantate in die Schwellkörper eingesetzt, die bei Bedarf über eine Pumpe befüllt und damit vergrößert werden können. 

Psychotherapie: Bei psychisch bedingten Erektionsstörungen oder bei Stressbewältigungsschwierigkeiten sollte die körperliche Behandlung unbedingt mit einer Psycho-, oder Sexualtherapie kombiniert werden, um den Behandlungserfolg langfristig aufrecht zu erhalten. 

Unabhängig davon kann ein gesunder Lebensstil dazu beitragen, Erektionsprobleme zu lindern bzw. zu verhindern. Deshalb:

- Verzichten sie auf Nikotin.
- Ernähren Sie sich ausgewogen.
- Trinken Sie, wenn überhaupt, nur wenig Alkohol.
- Bewegen Sie sich viel. 
- Reduzieren Sie Übergewicht.
- Lassen Sie regelmäßig Blutdruck, Blutfette und Blutzucker kontrollieren und gegebenenfalls behandeln. 

Behandelnde Ärzte: Dr. Armbruster und Dr. Gärtner

Dr. Armbruster und Dr. Gärtner sind Fachärzte für Urologie und damit die richtigen Ansprechpartner bei Erektionsproblemen. Sie haben langjährige Erfahrung in zahlreichen diagnostischen Verfahren und können im praxiseigenen Labor die entnommenen Proben direkt analysieren lassen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Einzelfall und den individuellen Ursachen der Erektilen Dysfunktion. Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg ist es wichtig, für den Einzelnen maßgeschneiderte Lösungen zu finden.

Häufig gestellte Fragen zur Erektionsstörung

Bei länger andauernden Erektionsstörungen sollten Sie zur Abklärung der Ursachen immer einen Arzt aufsuchen. Ihr erster Ansprechpartner ist dabei der Urologe. Er kann mittels vielfältiger diagnostischer Möglichkeiten die Ursachen für Ihre Potenzstörung herausfinden und Sie gegebenenfalls zur Abklärung oder Weiterbehandlung an einen Neurologen oder Psychologen überweisen.

Leistungsdruck und Stress können eine Erektionsstörung hervorrufen und/oder verstärken. Für die Partnerin ist es wichtig, Verständnis aufzubringen ohne jedoch das Problem selbst zu sehr zu thematisieren.

Das Gefühl, als Partnerin nicht mehr attraktiv genug zu sein und damit die Erektionsstörungen mit auszulösen, ist falsch. Fragen Sie Ihren Partner, was ihn beschäftigt und bieten Sie ihm an, bei der Lösung der Probleme an seiner Seite zu stehen. Lenken Sie ihn ab und nehmen Sie den Druck aus der Sexualität. Bleibt die Potenzstörung trotzdem bestehen, bieten Sie ihm an, mit ihm gemeinsam zum Arzt zu gehen.

Die Ursachen für Erektionsstörungen sind vielfältig. Bei vielen Männern sind sie weniger körperlichen, sondern vielmehr stressbedingten oder psychischen Ursprungs. Der tägliche Leistungsdruck im Job, finanzielle Sorgen und privater Stress belasten Männer oft so sehr, dass sich dies auf die sexuelle Leistungsfähigkeit auswirkt.

Doch auch körperliche Ursachen kommen für eine ausbleibende Erektion infrage. Dazu zählen unter anderem Bandscheibenvorfälle, Durchblutungsstörungen und Hormonstörungen. Darüber hinaus können psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angsterkrankungen zu Erektionsstörungen führen.

Je nach Auslöser der Erektionsstörung stehen verschiedene Medikamente für die Behandlung zur Verfügung.

Ist die Potenzstörung auf einen Hormonmangel zurückzuführen, können spezielle Testosteron-Präparate helfen, das Gleichgewicht im männlichen Hormonhaushalt wiederherzustellen.

Bessern sich die Erektionsprobleme nicht, oder lassen sie sich auf andere Ursachen zurückführen, können sogenannte Potenzmittel (PDE-5-Hemmer) in Tablettenform helfen, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erlangen. Darüberhinaus gibt es weitere medikamentöse Alternativen

Regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum können zu Erektionsproblemen führen. In hohen Dosen kann Alkohol Nervenschäden hervorrufen und ein Absinken des Testosteronspiegels zur Folge haben. Dies kann wiederum zu einer Abnahme der sexuellen Lust und zu Erektionsstörungen führen. Häufig tritt der Alkoholkonsum zusammen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen auf.

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