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Peniskrebs (Peniskarzinom)

Allgemeines

Bei Penistumoren im spezielleren bei Peniskarzinomen handelt es sich um sehr seltene Erkrankungen. In der Bundesrepublik Deutschland tritt diese Erkrankung pro Jahr bei ca. 600 Patienten auf.

In einzelnen Ländern in Asien und Afrika ist diese Erkrankung weitaus häufiger anzutreffen. In manchen Teilen Asiens ist das Peniskarzinom die 5. häufigste bösartige Erkrankung beim Mann. 

Die Erkrankung tritt häufig zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf.

Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Virusinfektionen, mit dem humanen Papilloma Virus (HPV Genotyp 16 und 18) für das Peniskarzinom mit ursächlich scheinen. Desweiteren sind als Risikofaktoren einige Formen der chronischen Vorhautentzündung, Tabakkonsum, schlechte hygienische Verhältnisse sowie das Vorliegen unterschiedlicher Krebsstufen (M. Bowen, M. Queyrat, Leukoplakie und Buschke-Löwenstein-Tumor) anzusehen.

Diagnostik

Der Verdacht auf ein Peniskarzinom wird durch das Betrachten und Betasten gestellt. Zur weiteren Abklärung muss dann eine Gewebsprobe aus dem suspekten Gewebsbereich entnommen werden. Diese Gewebsprobe wird vom Pathologen untersucht. Die Diagnose ist dann eindeutig.

Wurde die Diagnose Peniskarzinom gestellt, erfolgen gegebenenfalls weitere diagnostische Maßnahmen: Ultraschall, Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren wie Computertomographie oder Kernspintomographie. Durch diese Verfahren kann die Ausdehnung des Tumorleidens festgestellt werden. Das Peniscarcinom neigt zur lymphogenen Metastasierung, d.h. bösartige Tumorzellen werden über die Lymphbahnen zu den Lymphknoten im Bereich der Leiste oder anderen Körperregionen transportiert. Für eine gute Therapie ist die Kenntnis des Ausdehnungsmass der befallenen Lymphknotenregionen wichtig, so dass diese teilweise operativ entfernt werden müssen.

Therapieoptionen

Operative Therapie
Die operative Therapie ist prinzipiell das Mittel der ersten Wahl. Die chirurgische Excision des Primärtumors zeigt gute Erfolge. Beim operativen Vorgehen werden prinzipiell zwei Operationsstrategien verfolgt.

Kleinvolumiges Peniskarzinom ohne Lymphknotenbefall, ohne Metastasierung
Bei einem kleinvolumigen Peniskarzinom wird versucht organerhaltend zu operieren. Hierbei wird der Tumor ausgeschnitten. Diese chirurgische Maßnahme ist oft ausreichend und bedarf dann der engmaschigen Kontrollen.

Großvolumiges Peniskarzinom mit Lymphknotenbefall oder Organmetasasierung
In Abhängigkeit von der Ausdehung des großvolumigen Peniskarzinoms wird die Penisteil- oder Komplettentfernung notwendig. Besteht aufgrund der diagnostischen Massnahmen der Verdacht auf einen Lymphknotenbefall, werden die Lymphabflußgebiete im Leistenbereich beidseits entfernt. Hierbei spielen auch die sogenannten „sentinentel-“, oder "Wächter"-Lymphknoten eine wichtige Rolle.

Strahlentherapie
Bei Wunsch auf Organerhaltung ist auch die Strahlentherapie möglich. Die Strahlentherapie zeigt allerdings eine nicht unerhebliche Rezidivrate.

Chemotherapie
Bei einem ausgedehnten Befall der Lymphknoten oder im metastasierten Stadium wird eine Chemotherapie notwendig.

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