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Unfruchtbarkeit beim Mann - Ursachen, Untersuchung und Therapie

Männer sind fast genauso häufig von Unfruchtbarkeit betroffen wie Frauen. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollten Sie sich deshalb ebenso wie Ihre Partnerin auf mögliche Ursachen für die bisherige Kinderlosigkeit untersuchen lassen.

Bei Männern können verschiedenste Auslöser zu einer Zeugungsunfähigkeit führen. Es stehen zahlreiche diagnostische Mittel wie Hormonuntersuchungen und Spermiogramm zur Verfügung, mit denen sich die Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch sicher feststellen lassen. Einige davon sind mit einer spezifischen Therapie behandelbar.

Was versteht man unter Zeugungsunfähigkeit?

Gesunde Paare werden nach dem Absetzen von Verhütungsmitteln nach durchschnittlich acht bis zehn Monaten schwanger. In einigen Fällen kann es auch länger dauern, was jedoch normal ist. Als zeugungsunfähig gilt man(n) erst dann, wenn es trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Verhütungsmittel nicht gelingt, innerhalb von einem Jahr ein Kind zu zeugen.

Für den Mann kann diese Situation psychisch sehr belastend sein. Oft plagen Betroffene Selbstzweifel und auch in der Partnerschaft kann es durch den unerfüllten Kinderwunsch zu Spannungen kommen. Umso wichtiger ist es, direkt einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen für die bisherige Unfruchtbarkeit zu ergründen.

Was sind die Gründe für Unfruchtbarkeit?

In den meisten Fällen ist eine verminderte Spermaqualität (OAT-Syndrom) die Ursache für die Unfruchtbarkeit eines Mannes.

Entscheidend für die Bewertung der Qualität des Ejakulats ist die Anzahl der darin enthaltenen, gesunden Spermien. Um eine reife Eizelle befruchten zu können, muss der Großteil der im Ejakulat befindlichen Samenzellen normal geformt und beweglich sein sowie möglichst lange überleben.

Bei schlechter Spermaqualität finden sich zu wenige, viele missgebildete oder unbewegliche und kaum lebensfähige Spermien in der Samenflüssigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation macht genaue Angaben dazu, wie viele Spermien welche Bedingungen erfüllen müssen, um als gesund und zeugungsfähig zu gelten.

Folgende Faktoren können die Qualität der Spermien negativ beeinflussen:

- zu enge Hosen
- schlechte (vitaminarme) Ernährung
- Nikotin
- häufiger Alkoholkonsum
- Drogenkonsum
- hohe Ozonbelastung
- Strahlenbelastung (zum Beispiel durch häufiges Röntgen)
- häufiger Kontakt mit Umweltgiften
- häufige Saunabesuche
- Übergewicht
- extremes Untergewicht
- exzessiver Leistungssport
- Stress
- bestimmte Medikamente
- Testosteroneinnahme

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Ursachen für die Unfruchtbarkeit beim Mann. Hierzu gehören:

- angeborene Fehlbildung oder Unterentwicklung der Hoden
- Durchblutungsstörungen des Hodens
- Krampfadern in den Hoden
- Hodenhochstand im Kleinkindalter
- Mumps-Infektion in der Kindheit
- Verletzungen des Hodens und/oder Samenleiters
- Entzündungen (von Hoden/Nebenhoden, Prostata oder Harnröhre)
- Hormonstörungen (Testosteronmangel, Schilddrüsen- oder Nebennierenerkrankungen)
- Stoffwechselstörungen (Mukoviszidose, auch zystische Fibrose genannt)
- Immunstörung (Antikörper gegen eigene Spermien)
- Krebserkrankungen und deren Behandlung (Bestrahlung, Chemotherapie)
- Erektionsstörungen
- Hodentumore

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Nach der ausführlichen Befragung nach akuten oder früheren Erkrankungen, medikamentösen Behandlungen sowie Lebensgewohnheiten, erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei werden Hoden und Nebenhoden abgetastet und gegebenenfalls auch eine Ultraschalluntersuchung der Prostata und der Harnwege durchgeführt. 

Zu den wichtigsten Untersuchungen, um den Ursachen der Unfruchtbarkeit beim Mann auf den Grund zu gehen, gehören das Spermiogramm und die Hormondiagnostik. 

Das Spermiogramm dient der Beurteilung der Spermienqualität. Hierzu ist eine Spermaprobe erforderlich, die nach einer 7-tägigen Abstinenz abgegeben werden soll. Anhand dieser Probe lässt sich unter anderem die Gesamtzahl, Form und Beweglichkeit der Spermien sowie der pH-Wert der Samenflüssigkeit ermitteln. Bei der Hormonuntersuchung wird der Hormongehalt von Testosteron sowie anderen für die Hodenfunktion relevante Hormone (FSH, LH) im Blut untersucht. 

Wie wird Unfruchtbarkeit beim Mann behandelt?

Die Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit ist abhängig von der Ursache der Zeugungsunfähigkeit. Bei körperlichen Ursachen kommen medikamentöse Behandlungen zum Einsatz, bei psychischen Ursachen sind psychologische Beratungs- und Therapieangebote besser geeignet. 

Sind dagegen die Samenleiter verklebt oder durchtrennt, können die Spermien nicht passieren. Hier bedarf es einer Operation, um die Samenleiter wieder passierbar zu machen. Einer der häufigsten Ursachen für die Unfruchtbarkeit beim Mann sind Varikozele, also Krampfadern am Hoden bzw. Samenstrang. Auch sie können nur operativ behandelt werden. 

Behandelnde Ärzte: Dr. Armbruster und Dr. Gärtner

Als Fachärzte für Urologie sind Dr. Armbruster und Dr. Gärtner Ansprechpartner für Paare oder Männer mit unerfülltem Kinderwunsch. Ob dies auf eine verminderte Spermienqualität oder eine andere Ursache zurückzuführen ist, lässt sich durch ausführliche Gespräche und umfassende Untersuchungen herausfinden.

Je nach Ursache sind unterschiedliche Behandlungen zu empfehlen. Im praxiseigenen ambulanten Operationszentrum können die beiden erfahrenen Ärzte operative Eingriffe direkt vor Ort vornehmen.

Häufig gestellte Fragen zur Unfruchtbarkeit beim Mann

Die Zeugungsunfähigkeit von Männern kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Meistens liegt es an einer verminderten Spermienqualität. Es sind jedoch auch andere Ursachen möglich. Diese reichen von anatomischen Faktoren (zum Beispiel Fehlbildungen oder Krampfadern im Hoden) bis zu bestimmten Erkrankungen (wie Entzündungen oder hormonelle Störungen).

Welche Therapie zur Behandlung der Unfruchtbarkeit von Männern am besten geeignet ist, hängt von der Ursache der Zeugungsunfähigkeit ab. Bei körperlichen Ursachen wie zum Beispiel hormonellen Störungen kann eine Hormontherapie helfen. Bei verklebten Samenleitern kann eine Operation die Zeugungsfähigkeit wiederherstellen.

Für den Fall, dass keine körperlichen Gründe feststellbar sind, kann die Zeugungsunfähigkeit vielleicht psychische Gründe haben. Dann ist eine psychologische Beratung angeraten. 

Ein Mann gilt als unfruchtbar bzw. zeugungsunfähig, wenn es trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs über mindestens 1 Jahr zu keiner Schwangerschaft kam. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass der Mann niemals Kinder bekommen kann. Vielmehr gilt es zunächst, die Gründe für die aktuelle Zeugungsunfähigkeit herauszufinden.

Um eine Zeugungsunfähigkeit beim Mann zu diagnostizieren, bedarf es verschiedener Untersuchungen. Neben der Untersuchung der Geschlechtsorgane ist vor allem die Untersuchung der Spermien (Spermiogramm) aufschlussreich. Darüber hinaus liefern auch Ultraschalluntersuchung und eine Hodenbiopsie sowie eine Blutuntersuchung (vor allem zum Hormonstatus) wichtige Erkenntnisse für die Diagnose. 

Eine Chemotherapie ist immer ein Risikofaktor für die Fruchtbarkeit. Die Medikamente, die bei der Chemotherapie eingesetzt werden (sogenannte Zytostatika) greifen in die Zellteilung ein und machen dabei kaum einen Unterschied zwischen Tumorzellen und gesunden Zellen. Wie stark die Auswirkungen der Chemotherapie auf die Fruchtbarkeit sind, hängt von der Art und Dosierung der Medikamente sowie weiteren individuellen Faktoren ab. Vor einer anstehenden Chemotherapie und noch nicht abgeschlossener Familienplanung sollte eine Spermien-Kryokonservierung (einfrieren von Spermien) erfolgen.

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