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Phimose -Symptome und Behandlung bei Vorhautverengung

Die Vorhaut ist über der Eichel frei beweglich. Wenn sie jedoch zu eng ist und sich nicht hinter die Eichel zurückziehen lässt, sprechen Mediziner von einer Vorhautverengung (Phimose). Sie kommt relativ häufig vor und kann Jungen und Männer jeden Alters betreffen. 

Was ist eine Phimose (Vorhautverengung)?

Eine Phimose ist eine Verengung der Vorhaut, die so ausgeprägt ist, dass sich die Vorhaut nicht (oder nur schwer und unter Schmerzen) über die Eichel schieben lässt. Bei Kleinkindern sind Eichel und Vorhaut seit der Geburt miteinander verklebt und lösen sich erst in den ersten Lebensjahren voneinander. Diese "natürliche Phimose" dient als Schutz der Eichel vor Krankheitserregern beim Kontakt mit Urin oder Kot und ist deshalb kein Grund zur Besorgnis. Etwa zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr löst sich die Vorhaut von der Eichel und lässt sich ab dann leichter über die Eichel zurückschieben. Wenn dies auch weit über das fünfte Lebensjahr hinaus nicht der Fall ist (primäre Phimose), oder eine Vorhautverengung im Laufe des Lebens entsteht (sekundäre Phimose), ist diese gegebenenfalls behandlungsbedürftig.

Achtung: Wenn sich die Vorhaut hinter die Eichel zurückziehen lässt, aber dann nicht wieder in die ursprüngliche Position zurückgeschoben werden kann, liegt eine sogenannte Paraphimose vor. Sie kann zu Schwellungen und gefährlichen Komplikationen wie Gefäß- oder Nervenschädigungen führen. Die Paraphimose ist ein medizinischer Notfall! Suchen Sie deshalb bei Verdacht darauf umgehend einen Arzt oder die nächste Notaufnahme auf!

Typische Symptome einer Phimose

Eine Vorhautverengung kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Nicht alle Patienten weisen die folgenden möglichen Symptome auf:

  • Probleme / Schmerzen beim Wasserlassen
  • Harnwegsinfekte
  • dünner Harnstrahl, im Extremfall nur Tröpfeln
  • Urin-Rückstau unter der Vorhaut
  • ballonartigem Aufblähen der Vorhaut
  • Einrisse oder Entzündungen an Eichel oder Vorhaut
  • schmerzhafte Erektion
  • Geschlechtsverkehr nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten möglich
  • Ejakulationsprobleme

Häufig gestellte Fragen zur Phimose / Vorhautverengung

Eine Beschneidung ist notwendig, wenn die Vorhautverengung Beschwerden verursacht und andere Behandlungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben. Typische Beschwerden sind zum Beispiel Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wiederholte Infektionen mit Narbenbildung oder Probleme bei der Erektion oder dem Geschlechtsverkehr. 

Wenn die Beschneidung medizinisch notwendig ist, übernehmen die Krankenkassen (gesetzlich und privat) die Kosten für diesen Eingriff. Die CO2-Laser-Operation können wir als individuelle Gesundheitsleistung für gesetzlich versicherte Patienten, sowie für Selbstzahler und privat versicherte Patienten anbieten.

Nach der Operation sollten Sie sich 3 bis 4 Tage schonen. Bewegen Sie sich möglichst wenig, um das Abschwellen der Wunde zu fördern und das Risiko für eine Nachblutung zu verringern. Wichtig ist, dass Sie die Wunde sauber halten. Nach etwa 14 Tagen ist die Wundheilung abgeschlossen.

Eine Phimose (Vorhautverengung) ist daran zu erkennen, dass sich die Vorhaut nicht oder nur unter großen Problemen und Schmerzen über die Eichel schieben lässt. Oft geht sie mit weiteren Symptomen wie einer aufgeblähten Vorhaut beim Wasserlassen, einem dünnen oder verdrehten Urinstrahl oder unangenehmen Spannungsgefühlen bei einer Erektion einher. Häufig sind auch Harnwegsinfektionen oder Entzündungen an der Eichel zu beobachten.

Nach der Phimose-OP ist während der Wundheilung mit leichten Schmerzen zu rechnen. Die Einnahme von Schmerzmitteln sowie das Auftragen von Salben können die Schmerzen lindern und die Heilung unterstützen.

Warum muss eine Phimose behandelt werden?

Eine Vorhautverengung sollte bei anhaltenden Beschwerden behandelt werden, also bei immer wiederkehrenden Vorhautentzündungen, bei Problemen mit dem Wasserlassen, bei häufigen Harnwegsinfekten, bei störenden Schmerzen und bei einem Erschwernis einer natürlichen Sexualität mit Einschränkung der Lebensqualität.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei einer Vorhautverengung kann in vielen Fällen eine Behandlung mit Kortisonsalbe zum gewünschten Erfolg führen. Vor allem bei Kindern kann zunächst – sofern die Vorhautenge überhaupt behandlungsbedürftig ist – ein Therapieversuch mit einer Kortisonsalbe erfolgen. Hierbei wird die Salbe über einen Zeitraum von einigen Wochen täglich auf die Vorhaut aufgetragen. Nach 2 Wochen darf versucht werden, die Vorhaut behutsam zurückzuschieben. Sobald es sehr unangenehm wird, sollte gestoppt werden, ansonsten drohen Einrisse der Schleimhaut oder Verletzungen. Bei etwa jedem zweiten Patienten führt diese Behandlung zu einer deutlichen Verbesserung. Nachteil: Nach Abschluss der Behandlung ist die Rückfallquote relativ hoch.

In den anderen Fällen oder bei Versagen der Kortisontherapie besteht die Behandlung einer Vorhautverengung in einem chirurgischen Eingriff, der sogenannten Beschneidung (Zirkumzision). Hierbei ist zwischen einer teilweisen Beschneidung (sparsame oder defensive Zirkumzision) und vollständigen Beschneidung (radikale Zirkumzision) zu unterscheiden. Außerdem gibt es vorhauterhaltende Erweiterungsplastiken.

Bei der vollständigen Beschneidung wird die gesamte Vorhaut entfernt, indem sie von der Eichel gelöst und dann am Penisschaft abgetrennt wird. Die übrigen Hautschichten werden miteinander vernäht, die Eichel bleibt dann freiliegend. Bei der teilweisen Beschneidung entfernt der Arzt nur so viel von der Vorhaut, bis sie sich ohne Probleme über die Eichel schieben lässt. Beide Eingriffe können unter örtlicher Betäubung (mit oder ohne Sedierung) oder unter Vollnarkose durchgeführt werden. 

Besonders vorteilhaft ist die Laserbeschneidung. Im Vergleich zu der konventionellen Beschneidungstechnik ist sie hautschonender und reduziert das Risiko für Ödeme, Blutungen und Infektionen. 

Behandelnder Arzt: Dr. Gärtner

Dr. Gärtner ist Facharzt für Urologie und arbeitet nach den Leitlinien der deutschen und europäischen Fachgesellschaften. Mit seiner fundierten Ausbildung und langjährigen Erfahrung ist ihm eine individuelle und ganzheitliche Betrachtung jedes einzelnen Patienten wichtig. Deshalb sind umfassende persönliche Beratungsgespräche feste Bestandteile jeder Behandlung. Das Spektrum der in der Gemeinschaftspraxis für Urologie Dr. med. M. Armbruster / Dr. med. J. Gärtner angebotenen Behandlungen schließt auch ambulante Operationen wie die Zirkumzision ein. Im praxiseigenen Laserzentrum können unter anderem schonende Beschneidungen mit dem CO2-Laser durchgeführt werden.

 

 

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Sie haben Fragen zur Phimose / Vorhautverengung? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne zu den Behandlungsmöglichkeiten in unserer Urologie in Kornwestheim.

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